Ärzte ohne Grenzen: Zivilisten und humanitäre Helfer werden zu Opfern von neuen Kämpfen in der Demokratischen Republik Kongo +++ Andheri-Hilfe : Hilfe zur Selbsthilfe in Indien und Bangladesch +++ Ärzte ohne Grenzen startet Online-Kampagne zum 40-jährigen Jubiläum - "40 Jahre - 40.000 Fans" +++ 30 internationale Fußballgrößen spielen für die UNDP-Hungerhilfe zugunsten des Horns von Afrika +++
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Aktuelles
Zum Abschluss der Weltklimakonferenz in Durban: Durban-Plattform: Gut für die Politik, schlecht für die Armen

Welthungerhilfe/spenden.net. Bonn, 11.12.2011. Die Welthungerhilfe begrüßt, dass der Klimagipfel in Durban nicht zu einem Rückschritt bei den internationalen Verhandlungen geführt hat.

Michael Kühn, Referent für Klimawandel der Welthungerhilfe, hat als Beobachter den Klimagipfel in Durban begleitet.

Michael Kühn: „Aus politischer Sicht mag Durban erfolgreich gewesen sein, weil die Klima-Diplomatie nicht völlig gescheitert ist. Allerdings bleiben viele kritische Fragen erneut offen, etwa die der Rechtsverbindlichkeit künftiger Vereinbarungen oder die Fragen konkreter Reduktionsziele und Zeitvorgaben.“

Das Ergebnis, das Kyoto-Protokoll mit einer zweiten Verpflichtungsperiode fortsetzen zu wollen, sei zwar ein Fortschritt, andererseits betreffe es auch nur 15 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen.

Insgesamt zögere sich der gesamte Prozess erneut hinaus. Michael Kühn: „Was bislang an Reduktionszielen geplant ist, reicht bei weitem nicht aus und läuft immer noch auf eine globale Erderwärmung von 3 - 4 Grad bis 2100 hinaus. Das ist definitiv eine schlechte Nachricht für die Entwicklungsländer des Südens.“

Ein kleiner Erfolg des Gipfels sei die Einrichtung des internationalen Klimafonds, denn schwach entwickelte Länder bräuchten dringend Unterstützung beim Klimaschutz und der Anpassung an Klimafolgen. Michael Kühn: „Nun muss schnell und verbindlich festgelegt werden, dass dieser Topf schnell mit frischem Geld gefüllt wird und schnellstmöglich seine Arbeit aufnimmt.“

Die Entwicklungsländer hätten sich in Durban an die Seite der Europäischen Union gestellt, nun müsste Europa im Gegenzug auch schnell und ausreichend Mittel bereitstellen, damit sich die armen Länder der Weltgemeinschaft besser an die Folgen des globalen Klimawandels anpassen können.

Für die Welthungerhilfe gehe von Durban auch das Signal aus, in Zukunft noch stärker die Anpassung an den Klimawandel in ihren Projektländern in den Fokus ihrer Arbeit zu stellen. Nur so könne nachhaltige Ernährungssicherung erreicht werden.


Ärzte ohne Grenzen: Zivilisten und humanitäre Helfer werden zu Opfern von neuen Kämpfen in der Demokratischen Republik Kongo
Donnerstag, 12. April 2012


Ärzte ohne Grenzen / Spenden.net. Berlin/Kinshasa, 12. April 2012 - Wegen neuer Gewalt im Osten der Demokratischen Republik Kongo hat Ärzte ohne Grenzen die Hilfe in den Provinzen Nord- und Südkivu eingeschränkt. Bewaffnete Konflikte in der Region haben sich verschärft, große Truppenbewegungen sind im Gange. Besonders die Zivilbevölkerung leidet unter der Gewalt, aber auch Mitarbeiter von Hilfsorganisationen wurden angegriffen. "Die Situation in den Kivu-Provinzen stabilisiert sich nicht - im Gegenteil. Die Lage verschlechtert sich seit einigen Monaten", erklärt Marcela Allheimen, Programmleiterin von Ärzte ohne Grenzen.

In den vergangenen Tagen sind Soldaten der kongolesischen Armee zu anderen Gruppierungen übergelaufen und haben dadurch Kämpfe und eine zunehmende Unsicherheit ausgelöst. "Wir beobachten ein Wiederaufflammen der Gewalt. Aber noch schlimmer ist, dass jetzt auch Zivilisten und Mitarbeiter von Hilfsorganisationen zu Opfern von Gewalt werden", sagt Allheimen.

Seit November 2011 sind Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen mehr als 15 Mal zum Opfer von gewaltsamen Übergriffen geworden, zuletzt beim Überfall auf ein Haus der Organisation in der Stadt Baraka in Süd-Kivu durch uniformierte bewaffnete Männer in der vergangenen Woche. Am 4. April wurden ein Krankenpfleger und ein Logistiker auf einer Straße bei Nyanzale in Nord-Kivu entführt und erst nach mehreren Stunden wieder freigelassen. Bewaffnete haben darüber hinaus die Herausgabe von Geld, Lebensmitteln und Mobiltelefonen erzwungen, die für die militärische Logistik verwendet werden.

Aus diesem Grund hat Ärzte ohne Grenzen - eine von wenigen medizinischen Hilfsorganisationen in den Kivu-Provinzen - die Arbeit in Nyanzale eingestellt. Auch in anderen Regionen wurden die Aktivitäten verringert oder Teams abgezogen. Als Konsequenz wird der Zugang zu medizinischer Hilfe für die durch den jahrelangen Konflikt ohnehin geschwächten Menschen in der Region noch schwieriger. Die Bevölkerung hat Angst, sich auf den Weg zu Gesundheitseinrichtungen zu machen, und Ärzte ohne Grenzen kann nicht in angemessener Form Hilfe leisten. Eine weitere existentielle Folge für die Menschen ist, dass wegen der problematischen Sicherheitslage nur wenige zur Arbeit auf die Felder gehen. Die Bevölkerung wird bestohlen und erpresst. Zivilisten werden dazu gezwungen, Hab und Gut von Bewaffneten zu transportieren, und es kommt vor, dass Frauen wie Sklavinnen gehalten werden.

Die nationalen und internationalen Stabilisierungsbemühungen für die Kivu-Provinzen waren nie so wichtig wie heute. Ärzte ohne Grenzen stellt angesichts der Verschlimmerung der Situation deren Effektivität allerdings in Frage und ist in besorgt, dass die Möglichkeit, medizinische Hilfe zu leisten, weiter schwindet.

Trotz der schwierigen Sicherheitslage hat Ärzte ohne Grenzen weiterhin Teams vor Ort in den Kivu-Provinzen, die an mehreren Orten medizinische Hilfe leisten.

Ärzte ohne Grenzen / Am Köllnischen Park 1 / D-10179 Berlin office@berlin.msf.org / http://www.aerzte-ohne-grenzen.de
Spendenkonto: 97097 / Bank für Sozialwirtschaft / BLZ 370 205 00



Andheri-Hilfe : Hilfe zur Selbsthilfe in Indien und Bangladesch
Mittwoch, 7. Dezember 2011


Andheri-Hilfe Bonn / spenden.net. 07.12.2011

Neu in der spenden.net-Liste der Hilfsorganisationen:
Die Andheri-Hilfe Bonn ist eine freie, unabhängige Organisation der Entwicklungszusammenarbeit . Sie ist aus einer Privatinitiative für notleidende Kinder in Andheri bei Bombay entstanden und arbeitet seit 1967 als gemeinnütziger Verein.

Durch zurzeit über 150 Projekt- und Programmförderungen in Indien und Bangladesch tragen wir dort zur sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung der ärmsten Bevölkerungsgruppen bei. Die Schwerpunkte unserer Förderung liegen in den Bereichen Sozialarbeit, Bildung und Gesundheitswesen sowie landwirtschaftliche und dörfliche Entwicklung (mehr dazu finden Sie unter Projekte). Dabei leisten wir 'Hilfe zur Selbsthilfe', um keine neuen Abhängigkeiten aufzubauen oder alte aufrechtzuerhalten.

Unsere Arbeit wird durch Spenden von ca. 20.000 privaten Spendern, Gruppen und Firmen und öffentlichen Mitteln aus dem Etat des Bundesministeriums für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ ») und der Kommission der Europäischen Union getragen.

Der Andheri-Hilfe Bonn wurde vom Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen das Spendensiegel als Zeichen geprüfter Seriosität und Spenden-Würdigkeit zuerkannt. Für die geleisteten Spenden wird eine steuerbegünstigte Spendenbescheinigung ausgestellt.

Weiteres auf der Homepage: http://www.andheri-hilfe.de



Ärzte ohne Grenzen startet Online-Kampagne zum 40-jährigen Jubiläum - "40 Jahre - 40.000 Fans"
Mittwoch, 7. Dezember 2011




Ärzte ohne Grenzen/spenden.net. Berlin, 6. Dezember 2011. Anlässlich des 40. Gründungstages am 21. Dezember 1971 startet Ärzte ohne Grenzen heute die Online-Kampagne "Mein Profil für MSF". Unter dem Motto "40 Jahre - 40.000 Fans" sollen mehr Menschen gewonnen werden, denen der Auftritt von Ärzte ohne Grenzen bei der Social Media-Plattform Facebook "gefällt".

Über die Website www.mein-profil-fuer-msf.net können sich Facebook-Nutzer eintragen und 24 Stunden lang mit drei Einträgen auf der eigenen Pinnwand auf die Arbeit der Organisation hinweisen. Damit machen sie ihre Freunde auf den Facebook-Auftritt von Ärzte ohne Grenzen aufmerksam und tragen aktuelle Informationen über die Hilfe für Menschen in Not weiter. Das Ziel der Aktion ist es, mit dem 40. Jahrestag der MSF-Gründung 40.000 Fans des deutschsprachigen Facebook-Auftritts der Organisation zu erreichen.

Zwölf Ärzte und Journalisten gründeten im Dezember 1971 Médecins Sans Frontières/ Ärzte ohne Grenzen. Sie wollten unabhängig von politischen Zwängen, neutral und unparteiisch das Recht aller Menschen auf medizinische Hilfe umsetzen. Seitdem wuchs die Organisation kontinuierlich, gründete 19 Sektionen und ist heute in rund 60 Ländern aktiv.

Welche geschichtlichen Meilensteine Ärzte ohne Grenzen bei der Hilfe für Menschen während Naturkatastrophen, Epidemien und gewalttätigen Auseinandersetzungen zurückgelegt hat, zeigt auch die Miniwebsite www.aerzte-ohne-grenzen.de/40jahre. Umfangreiche Informationen zu den Herausforderungen der humanitären Hilfe in den vergangenen 40 Jahren, historische Videos, anstehende 40-Jahre-Events sowie die Publikation "1971-2011: 40 Jahre MSF" stehen dort zur Verfügung.



30 internationale Fußballgrößen spielen für die UNDP-Hungerhilfe zugunsten des Horns von Afrika
Mittwoch, 7. Dezember 2011


UNDP/spenden.net

30 internationale Fußballgrößen sind mit von der Partie bei der UNDP-Hungerhilfe zugunsten des Horns von Afrika

Didier Drogba sagt Teilnahme an Ronaldos & Zinedine Zidanes neuntem Spiel gegen die Armut zu, das am Dienstag, 13. Dezember in Hamburg ab 19.05 Uhr beginnt

Genf / Hamburg, 7. Dezember 2011— Fußball-Superstar Didier Drogba schließt sich einer starbesetzten Auswahl von 30 internationalen aktiven bzw. ehemaligen Spielern an, die kommenden Dienstag in Hamburg beim deutschen Fußballklub und Gastgeber des Spiels gegen die Armut, dem Hamburger Sport-Verein (HSV), auf die Hungerhilfe am Horn von Afrika aufmerksam machen und zu Spenden aufrufen.

In ihrer Funktion als Goodwill-Botschafter des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP) haben Ronaldo, Zinédine Zidane und Drogba die Spieler – darunter u. a. Luís Figo, Pavel Nedvěd, Serginho und Christian Karembeu - zusammengebracht.

Anpfiff des Spiels ist um 19.05 Uhr Ortszeit in der Imtech-Arena des HSV.

„Es ist mir eine Ehre, die Menschen am Horn von Afrika zu unterstützen, die unter Dürre und Hunger leiden, und ich möchte alle dazu ermuntern, an einem Strang zu ziehen, damit die Krise überwunden wird“, so Drogba, der zum ersten Mal an dem Freundschaftsspiel teilnimmt. „Und es begeistert mich, gemeinsam mit Ronaldo, Zidane und allen anderen Spielern im Kampf gegen die Armut etwas bewegen zu können.“

In diesem Jahr gerieten über 13 Millionen Menschen durch Hunger, Dürre, Konflikte und hohe Nahrungsmittelpreise in Not. Gemeinsam mit Partnern in Dschibuti, Äthiopien, Kenia und Somalia arbeiten die Vereinten Nationen dafür, den Menschen einen besseren Zugang zu Wasser, Nahrungsmitteln, Märkten und Gesundheitsfürsorge zu ermöglichen.

Zwar konnte das Leben von Tausenden Menschen durch Hilfsmaßnahmen gerettet werden – trotzdem ist die Situation, insbesondere in ganz Somalia, weiterhin kritisch. Noch immer sind vier Millionen Menschen von der Krise betroffen, und 250.000 leiden Hunger.

Das jährlich stattfindende Spiel gegen Armut, das mittlerweile zum neunten Mal ausgetragen wird, unterstützt Maßnahmen im Rahmen der Millennium-Entwicklungsziele (Millennium Development Goals, kurz: MDGs) – acht international verabschiedete Zielvorgaben zur Ausrottung extremer Armut bis zum Jahr 2015. Das Match wird von über 20 nationalen und internationalen Fernsehsendern live übertragen.

Zwei Drittel der Spieleinnahmen kommen UN-Maßnahmen zur Bekämpfung der fortdauernden Nahrungsmittelkrise zugute. Den verbleibenden Erlös wird der HSV verschiedenen kommunalen Entwicklungsprojekten spenden, deren Schwerpunkte auf Sport, Jugend, Bildung, Umweltschutz und der sozialen Verantwortung von Unternehmen liegen.

Das Spiel wird vom internationalen Fußballverband FIFA und dem europäischen Fußballverband UEFA gefördert.

Informationen zum Ticketverkauf finden Sie hier: www.hsv.de/ticket.

Spenden für das Horn von Afrika können Sie unter www.undp.org

Die vollständige Teilnehmerliste ist nachstehend aufgeführt:

Schiedsrichter: der legendäre, sechsfach als Weltschiedsrichter ausgezeichnete Pierluigi Collina.

Das Team von Ronaldo, Zidane, Drogba & Friends:
Didier Drogba (Elfenbeinküste) Ronaldo Nazário, Dida, Paulo André und Serginho (Brasilien) Jens Lehmann (Deutschland), Lucas Radebe (Südafrika), Fernando Hierro, Joan Capdevilla und Michel Salgado (Spanien), Gheorghe Popescu und Georghe Hagi (Rumänien), Luís Figo, Maniche und Fernando Couto (Portugal), Zinédine Zidane, Christian Karembeu, Claude Makélélé und Robert Pirès (Frankreich), Steve McManaman (England), Pavel Nedvěd (Tschechische Republik), Fabio Cannavaro (Italien) Rabah Madjer (Algerien), Sami Al-Jaber (Saudi-Arabien) und Dwight Yorke (Trinidad und Tobago).

Als Coach stehen Marcelo Lippi (Italien) und Bora Milutinović (Serbien) bereit.

Der frühere Tennischampion Boris Becker wird Teamcoach.

Das HSV-Allstars-Team (bestehend aus derzeitigen und früheren HSV-Spielern):
Zé Roberto (Brasilien), Jörg Albertz, Stefan Beinlich und Stefan Schnoor (Deutschland), Sergej Barbarez (Bosnien und Herzegowina), Collin Benjamin (Namibia), Rodolfo Cardoso (Argentinien), Nico-Jan Hoogma (Niederlande), Mehdi Mahdavikia (Iran) und Anthony Yeboah (Ghana).

Das Team wird von Thorsten Fink gecoacht.

ÜBER UNDP: Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (United Nations Development Programme - UNDP) ist das weltweite Entwicklungsnetzwerk der Vereinten Nationen. Wir setzen uns für Veränderungen ein und bringen Länder mit Wissen, Erfahrungen



Impfkampagne in Somalia erfolgreich
Mittwoch, 7. Dezember 2011


5. Dezember 2011 UNICEF/spenden.net

von Beatrix Hell

In Somalia zu helfen, ist nicht leicht – doch in den letzten Wochen ist es UNICEF und der Weltgesundheitsorganisation WHO gelungen, über 600.000 Kinder gegen die gefährlichen Masern zu impfen. Die Zahl der Neuinfektionen geht bereits zurück.

Einsatz gegen lebensgefährliche Masern
Am Impftag sind alle auf den Beinen: Gesundheitshelfer schlängeln sich zwischen den provisorischen Hütten in einem Flüchtlingslager in der Hauptstadt Mogadischu durch und klopfen eilig an jede Behausung. „Heute ist Impftag!“, rufen sie. Einige unerschrockene Kinder stellen sich schon an und halten mutig ihren entblößten Arm hin für den kleinen Picks. Ich bin überrascht, dass die meisten beim Impfen genau hinschauen und nicht einmal mit der Wimper zucken. Im Film-Beitrag zur Impfkampagne können Sie sehen, was in den vergangenen Wochen an vielen Orten im Süden Somalias passierte. UNICEF und die WHO haben fast 627.000 Kinder im Alter von sechs Monaten bis 15 Jahren gegen Masern geimpft. Mehr als 273.000 Mädchen und Jungen unter fünf Jahren erhielten eine Polio-Impfung und über 210.000 Ein- bis Fünf-Jährige Entwurmungstabletten.

Aufwändige Vorbereitung der Impfkampagne
Schon lange bevor Kühlboxen, Nadeln und Impfstoffe ausgepackt wurden, hatten die Vorbereitungen zur Impfaktion begonnen. Fast 1.700 von UNICEF und der WHO geschulte Impfteams gingen wochenlang von Tür zu Tür und von Zelt zu Zelt. Sie registrierten alle nicht geimpften Kinder in 16 südsomalischen Distrikten und klärten hunderttausende Eltern über den wichtigen Schutz vor Masern auf. Denn in den überfüllten Lagern ist die Ansteckungsgefahr besonders groß; gerade mangelernährte oder kranke Kinder haben nicht genügend Abwehrkräfte gegen das Virus. UNICEF und WHO nutzten auch Radio und Fernsehen, um Eltern und Erzieher über die Impfaktion zu informieren.

Der Einsatz von UNICEF für Impfkampagnen zahlt sich aus: Wurden im September im Süden Somalias noch über 1.900 Masernerkrankungen gemeldet, fiel ihre Zahl im Oktober bereits auf 1.644. Auch in anderen Regionen des Katastrophengebiets sind die Neuinfektionen rückläufig. Diese Hilfe muss weitergehen – denn sie rettet Leben.



Ärzte ohne Grenzen helfen in Sendai - Behörden: 90 medizinische Teams haben Arbeit aufgenommen
Sonntag, 13. März 2011


Ärzte ohne Grenzen/Spenden.net: Das Team von Ärzte ohne Grenzen, welches die vom Erdbeben der Stärke 9.0 und den Tsunamis betroffenen Gebieten im Nordosten Japans erreicht hat, unterstützt weiterhin die umfangreichen Hilfsarbeiten der japanischen Regierung.

Alle Mitarbeiter arbeiten eng mit der Medizinischen Katastophenhilfe Japans (DMAT) zusammen und werden im weiteren den Bedarf an medizinischer Versorgung erkunden
Das Team wurde auf zehn Personen aufgestockt, weitere Mitarbeiter werden am Montag zur Unterstützung geschickt.

"Am Sonntag haben wir mobile Kliniken und Evaluierungen in zwei Evakuierungszentren durchgeführt", berichtet Mikiko Dotsu, Koordinator des Ärzte ohne Grenzen Teams. "Die medizinischen Bedürfnisse steigen in den Evakuierungszentren."
„Die Behörden geben an, dass 90 medizinische Katastrophenhilfsteams in der Provinz Miyagi die Arbeit aufgenommen haben. Es scheint, dass sie genügend Leute haben. Ein Transfersystem zu den Krankenhäusern wurde bereits aufgebaut und scheinbar haben diese die Situation im Griff“, sagt Mikiko„Die Behörden geben an, dass 90 medizinische Katastrophenhilfsteams in der Provinz Miyagi die Arbeit aufgenommen haben. Es scheint, dass sie genügend Leute haben. Ein Transfersystem zu den Krankenhäusern wurde bereits aufgebaut .

Doch auch wenn die medizinische Situation in Sendai unter Kontrolle zu sein scheint, braucht die Bevölkerung Hilfe. „Im Moment gibt es nur sehr wenig Elektrizität und keine Wasserversorgung. Die Menschen brauchen Essen, Decken und Wasser. Diese Dinge brauchen sie im Moment dringender als medizinische Versorgung“, so der Koordinator des Erkundungsteams.

Das Team hatte am Samstag per Helikopter in der Provinz Miyagi ein Evakuierungszentrum in der Stadt Sendai erreicht, wo rund 100 Bewohner Zuflucht gefunden haben. Bisher, so scheint es, sind deren medizinischen Bedürfnisse gedeckt.

Für die Überlebenden der Katastrophe bleibt die Situation schwierig, weite Teile der Provinz sind noch immer von der Wasserversorgung und Elektrizität abgeschnitten.

Am Montag wird sich das zehnköpfige Erkundungsteam in zwei Gruppen aufteilen und die Erkundungen auf den Süden von Sendai in der Provinz Miyagi ausdehnen. Darüber hinaus werden sie sich in die abgelegenen Gebiete begeben, die am schlimmsten von den Erdbeben und Tsunamis getroffen wurden.

Neben weiteren Evaluierungen, werden die Teams sich auf die Behandlung der Bedürftigsten konzentrieren, vor allem der älteren Bevölkerung und kleiner Kinder, sowie auf Patienten, die unter chronischen Kranken wie Diabetis und Herzkrankheiten leiden.

Ärzte ohne Grenzen beobachtet weiterhin die Situation in der Region der Fukushima Atomkraftwerke. Sollte sich die Lage dort weiter verschlechtern, kann momentan ausschließlich die japanische Regierung darauf reagieren.

Spenden:

Wenn Sie an Ärzte ohne Grenzen eine Spende überweisen oder einen Dauerauftrag einrichten möchten, verwenden Sie bitte folgende Angaben:

Empfänger: Ärzte ohne Grenzen
Spendenkonto: 97 0 97
Empfängerbank: Bank für Sozialwirtschaft
Bankleitzahl: 370 205 00

Online-Spenden: https://www.aerzte-ohne-grenzen.de/spenden/regelmaessig-spenden/online-spenden/index.html






Bündnispartner von "Aktion Deutschland Hilft" helfen in Japan
Sonntag, 13. März 2011



Aktion Deutschland Hilft / Spenden.net: Bündnispartner von Aktion Deutschland Hilft unterstützen Japaner, die von den Auswirkungen des Erdbebens betroffen sind. So bietet ADRA etwa in Schulen Notunterkünfte für Obdachlose und versorgt die Menschen mit Mahlzeiten, World Vision stellt zunächst 400.000 US-Dollar bereit, die nach Bedarf eingesetzt werden. Malteser International kooperiert mit den Jesuiten in Japan und stellt 25.000 Euro zur Verfügung.

„Japan hat immer wieder Erdbeben zu bewältigen, allerdings nicht in diesem Ausmaß, das auch für ein Industrieland eine kaum leistbare Herausforderung ist. Wir bekunden Solidarität mit der Bevölkerung in Japan. Aber auch mit der japanischen Regierung, indem wir respektieren, dass Hilfe ganz gezielt angefragt wird, und wir zunächst über die Netzwerke unserer Mitgliedsorganisationen in Japan helfen“, so Manuela Roßbach, Geschäftsführerin von Aktion Deutschland Hilft.

Aktion Deutschland Hilft bittet um Spenden für die Betroffenen des Erdbebens in Japan.

Aktion Deutschland Hilft, das Bündnis der Hilfsorganisationen,
bittet dringend um Spenden für die Menschen in Japan:
Spenden-Stichwort: Erdbeben/Tsunami Japan
Spendenkonto: 10 20 30
Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 370 205 00

Charity SMS: SMS mit ADH10 an die 8 11 90 senden
(10 € zzgl. üblicher SMS-Gebühr, davon gehen direkt an
Aktion Deutschland Hilft 9,83 €)



Baden-Württemberg bietet Partnerregion in Japan Unterstützung an
Sonntag, 13. März 2011


Staatsministerium Baden-Württemberg/Spenden.net: Baden-Württemberg biete seiner japanischen Partnerregion Kanagawa jede erdenkliche Unterstützung an, sagte Ministerpräsident Mappus am Sonntag. „Wir stimmen uns eng mit der Bundesregierung ab. Ich habe mehrmals mit der Bundeskanzlerin telefoniert und unsere Hilfsbereitschaft vor allem beim Zivil- und Katastrophenschutz deutlich gemacht“, so Mappus.
So stünden im Land beispielsweise Rettungshundestaffeln und der Kerntechnische Hilfsdienst (KHG) für einen sofortigen Einsatz bereit. Die besonderen Fähigkeiten des KHG liegen im Bereich des Einsatzes von ferngesteuerten Fahrzeugen zum Zweck der Erkundung, Bergung und Räumung von Trümmern in stark radioaktiven Bereichen. Das Hilfsangebot habe Mappus auch in einem Schreiben an die Partnerregion Kanagawa in der Nähe Fukushimas unterbreitet. Baden-Württembergs Kommunen, die Partnerstädte in Japan haben, bat der Ministerpräsident, ebenfalls Hilfen zu organisieren.



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Auf Kompetenz achten: Einem seriösen Spendenaufruf sollte zu entnehmen sein, wie, für wen und gegebenenfalls über welche Partnerorganisation vor Ort die Spenden verwendet werden sollen.

Konzentriert Spenden: Das "Gießkannenprinzip" meiden. Grundsätzlich verursacht es mehr Kosten, wenn ein Spender vielen Organisationen wenig gibt, als wenn er wenigen Organisationen größere Summen zuwendet.

Zweckgebundene Spenden: Achten Sie genau auf die Formulierung des Spendenaufrufs und die eindeutige Angabe des Verwendungszwecks.

Steuerliche Behandlung von Spenden: Ein Steuerabzug der Spende in Deutschland ist möglich, sofern das Spenden sammelnde Hilfswerk vom zuständigen Finanzamt als steuerbegünstigt ("gemeinnützig") anerkannt ist. Voraussetzung für eine Steuerminderung beim Spender ist in der Regel eine Zuwendungsbestätigung der betreffenden steuerbegünstigten Organisation. Bei Spenden bis zu 100 EUR reicht aber der Einzahlungsbeleg der Bank zur Vorlage beim Finanzamt aus.


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Deutsches Zentralinstitut für soziale Fragen
gibt Auskunft über die Arbeit und Seriosität humanitär-karitativer Spendenorganisationen und vergibt das DZI-Siegel.

Spenden-Siegel-Bulletin Das Spenden-Siegel-Bulletin listet von A-Z die Organisationen auf, denen das DZI Spenden-Siegel zuerkannt wurde. Das Bulletin wird zweimal im Jahr aktualisiert.
Informationen rund um das Thema Spenden hat auch die ZDF-Redaktion zusammengestellt.
 
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