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Aktuelles
Wir helfen Afrika - Veanstaltungstermine

Wir helfen Afrika / Spenden.net

Sehr geehrte Damen und Herren,

gerne weisen wir Sie auf die folgenden Termine des Projektes Wir helfen Afrika in den nächsten zwei Wochen hin:

Veranstaltung: Mini WM der Diakonischen Jugendhilfe
Beginn: 22.06.2010 Uhr - Ganztägig
Ort: Frankenstadion Heilbronn / [Neckarsulmer helfen Afrika]
Bemerkung: Die Christian-Heinrich-Zeller-Schule Eppingen-Kleingartach und die Alice-Salomon-Schule Heilbronn-Sontheim veranstalten zusammen die Mini-WM.

Für das Fußballfest sollen auch andere Schulen gewonnen werden. Nicht die talentiertesten Kicker aus der Region sollen eingeladen werden, sondern Schüler und Schülerinnen aus anderen Sonderschulen. Dabei sollen Schulen aus Sinsheim, Neckarsulm, Eppingen, Brackenheim, Schwaigern und die eine oder andere Schule der Wir helfen-Afrika-Städteinitiativen willkommen sein.



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Veranstaltung: [Neckarsulm] Mini WM
Beginn: 22.06.2010 Uhr - Ganztägig
Ort: Neckarsulm
Bemerkung: Mini WM der Diakonischen Jugendhilfe am 22.06.2010 in Heilbronn





Den Traum vom großen Fußballereignis will die Diakonische Jugendhilfe (mit-)leben und ein buntes Fest für alle Mädchen und Jungen veranstalten, die es in unserem Land nicht immer einfach haben. Die Herkunft soll keine Rolle spielen. Die Kicker kommen aus sozial schwachen Familien, leben bei alleinerziehenden Müttern, sind auf die kriminelle Bahn geraten, haben Eltern mit Migrationshintergrund, hatten die falschen Freunde, hatten traumatische Erlebnisse, oder sind ein wenig "verzogen" und konnten sich nicht in die Gesellschaft integrieren. Auf dem Spielfeld sind solche Handycaps schnell vergessen und es kommt zu besonderen Situationen, in denen man auch mehr Nähe zulassen kann als im Alltag.



Die Christian-Heinrich-Zeller-Schule Eppingen-Kleingartach und die Alice-Salomon-Schule Heilbronn-Sontheim veranstalten zusammen die Mini-WM.

Für das Fußballfest sollen auch andere Schulen gewonnen werden. Nicht die talentiertesten Kicker aus der Region sollen eingeladen werden, sondern Schüler und Schülerinnen aus anderen Sonderschulen. Dabei sollen Schulen aus Sinsheim, Neckarsulm, Eppingen, Brackenheim, Schwaigern und die eine oder andere Schule der Wir helfen-Afrika-Städteinitiativen willkommen sein.



Am Dienstag, 22.06.10 findet die Mini-WM im Frankenstadion Heilbronn statt.



Infos und Kontakt:

David Menner

Walder-Weissert-Straße 6

75031 Eppingen-Kleingartach

Tel. 07138/691-179

Mobil 01761/6910050

E-Mail: david.menner@djhn.de

Homepage: www.djhn.de

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Veranstaltung: [Pfullendorf] Sponsorenlauf "Pfullendorf läuft für Afrika"
Beginn: 23.06.2010 Uhr - Ganztägig
Ort: Pfullendorf
Bemerkung: Sponsorenlauf der Schulen, Vereine, Unternehmen und Privatpersonen

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Veranstaltung: [Tuttlingen] Schulen laufen für Afrika
Beginn: 25.06.2010 Uhr - Ganztägig
Ort: Tuttlingen
Bemerkung: Sowohl das Otto-Hahn Gymnasium als auch das Immanuel-Kant Gymnasium in Tuttlingen organisieren Sponsorenläufe für Kinder in Afrika. Der Reinerlös kommt "Wir helfen Afrika" zu Gute. Beide Gymnasien erhoffen sich für Freitag, den 25. Juni (OHG) und Montag, den 26. Juli (IKG) hervorragendes Wetter.



Am 25. Juni ab 09:30 Uhr und am 26. Juli ab 08:00 Uhr wird das Umläufle in Tuttlingen im wahrsten Sinne des Wortes überrannt. Die Fachschaften für Sport der beiden Tuttlinger Allgemeinbildenden Gymnasien planen für diese Tage je einen Sponsorenlauf. Hier sollen möglichst viele Spendengelder für die Tuttlinger Initiative von "Wir helfen Afrika" erlaufen werden.



Am 25. Juni werden sich die fünf 5. Klassen des Otto-Hahn Gymnasiums im Umläufle verausgaben und am 26. Juli rund 850 Schüler des Imanuel-Kant Gymnasiums.



Diese Aktion stellt eine wunderbare Verbindung von Sport und Hilfsbereitschaft dar und zeigt auf wie sich selbst die "Kleinen" für die Kinder in Afrika einsetzen können.



Die Stadtinitiative Bad-Waldsee hat es vorgemacht und konnte bei ihrem Sponsorenlauf mehr als 25 000 Euro für ihr Stadtkonto verbuchen. Diese Aktion könnte ein Ansporn für die Kinder und Jugendlichen der Tuttlinger Schulen sein, die sicherlich mit einer entsprechenden pro-Kopf Summe diesen Tag abschließen kännen.

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Veranstaltung: [Schramberg] Sonnwendfeier
Beginn: 26.06.2010 Uhr - Ganztägig
Ort: Schramberg
Bemerkung: Sonnwendfeier - beim idyllisch gelegenen Gedächtnishaus des Schwarzwaldvereins auf dem Fohrenbühl ab 19 Uhr.

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Veranstaltung: [Ulm] Fanclub Benefiz Fußballturnier
Beginn: 26.06.2010 Uhr - Ganztägig
Ort: Ulm
Bemerkung: Der Fanclub "Alte Kameraden Ulm" richtet auch dieses Jahr wieder ein Fanclub-Benefiz-Fußballturnier aus.

Auf dem Platz neben dem HaLo in der Stadionstrasse werden ca. 12 Fanclubs aus der Ulmer Fanszene wie auch von befreundeten Vereinen, zum Beispiel von Rot - Weiss Oberhausen, FC Bayern Fanclub Illertal, HSV FC Blue-Danube Ulm, Ostalb Löwen 1860. für das Hilfsprojekt "Ulmer helfen Afrika" die Kickschuhe schnüren.



Das Benefiz - Turnier findet ganztägig am Samstag, den 26.06.2010 auf dem Platz neben dem HaLo statt. Für Speis und Trank wird bestens gesorgt.

Zu dieser Benefiz-Veranstaltung sind die Fanclubs des SSV Ulm 1846 Fußball sowie alle Fußball-Interessierte recht herzlich eingeladen.

Ausrichter: Fanclub "Alte Kameraden Ulm"

Ansprechpartner: Oliver Felk, Tel. 0173-6872807

Mit freundlicher Unterstützung vom SSV Ulm 1846 Fußball e.V.

und der Brauerei Gold Ochsen.



Veranstaltung: [Schramberg] Kickerfigur Turnier
Beginn: 03.07.2010 Uhr - Ganztägig
Ort: Schramberg Bemerkung: Kickerfigur Turnier auf dem Junghansgelände in Schramberg - Teilnahmegebühr: 10 Euro
Anmeldung bis spätestens: 15 Juni unter
falken-hexen@gmx.de

Mit freundlichen Grüßen
Wir helfen Afrika


Festakt 20 Jahre geeintes Rotes Kreuz

DRK / spenden.net

Ein Gedanke – zwei Gesellschaften:
Festakt zur Wiedervereinigung der Rotkreuz-Gesellschaften
Das Rote Kreuz der DDR und das Deutsche Rote Kreuz der Bundesrepublik sind seit 1991 wieder vereinigt. Aus diesem Anlass veranstaltet das DRK am 7. Mai einen Festakt im Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin.

„Ein Gedanke – zwei Gesellschaften“ unter diesem Motto wird am 7. Mai der vergangenen 20 Jahre des Zusammenwachsens und der Zusammenarbeit zwischen Ost und West gedacht. Festredner ist Dr. Rudolf Seiters, der heutige DRK-Präsident, der damals als Kanzleramtsminister die gesamtdeutsche Vereinigung mit gestaltete. Bundesfamilienministerin Dr. Kristina Schröder wird ein Grußwort sprechen, Bundeskanzlerin Angela Merkel eine Videobotschaft an das Publikum aus Politik und Gesellschaft richten.


40 Jahre Glücksspirale – Deutsches Rotes Kreuz sagt „Danke“



Berlin, 21. April 2010. Deutsches Rotes Kreuz / Spenden.net

Die Glücksspirale wird 40. Seit 1976 fließen Erlöse aus der Glücksspirale auch in die Arbeit der Freien Wohlfahrtspflege. So kamen seither rund 500 Millionen Euro für soziale Projekte bei den Spitzenverbänden der Freien Wohlfahrtspflege zusammen, davon flossen rund 80 Millionen Euro an das Deutsche Rote Kreuz.

Aus Anlass der heutigen Jubiläumsfeier sagte DRK-Vizepräsidentin Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg: „Gerade in Zeiten knapper öffentlicher Kassen sind die Mittel aus Lotterien eine wichtige Säule zur Finanzierung unserer Arbeit. Im Namen des gesamten Deutschen Roten Kreuzes bedanke ich mich für diese Unterstützung.“

Im vergangenen Jahr profitierten beim DRK bundesweit rund 120 Projekte von rund drei Millionen Euro Glücksspiralen-Mitteln. Darunter der Berliner „DRK-Wärmebus“, dessen Mitarbeiter Obdachlosen in der Bundeshauptstadt nicht nur warme Getränke, Suppen und Schlafsäcke anbieten – sondern ihnen durch persönliche Zuwendung auch ein Stück Würde zurückgeben.

Oder die DRK-Therapiehundestaffel in Bad Hersfeld. Mit Glücksspirale-Mitteln konnten elf neue Teams aus Vier- und Zweibeinern ausgebildet werden, die Abwechslung und Lebensqualität in den Alltag von Menschen in Pflegeheimen und Seniorenzentren bringen. Oder die türkischsprachige Sozialarbeiterin im DRK-Kreisverband Miltenberg. Sie hilft Jugendlichen mit türkischem Migrationshintergrund, Wege aus der Frustration, aus Arbeitslosigkeit und Perspektivlosigkeit zu finden.



Ärzte ohne Grenzen: Kirgisistan: Alle Volksgruppen müssen Zugang zu medizinischer Versorgung haben
Freitag, 23. Juli 2010


Ärzte ohne Grenzen / Spenden.net

Kirgisistan: Alle Volksgruppen müssen Zugang zu medizinischer Versorgung haben

Osch/Berlin, 20. Juli 2010. Fünf Wochen nach den heftigen Ausschreitungen im Süden Kirgisistans behandeln die dortigen Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen noch immer täglich Gewaltopfer. Noch beunruhigender als die stetige Aufnahme von Verletzten ist für die Teams jedoch, dass nicht alle Volksgruppen die gleichen Möglichkeiten haben, medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen.

"Jeden Tag behandeln unsere medizinischen Teams in den Krankenhäusern und mobilen Kliniken Patienten, die geschlagen oder sogar gefoltert wurden", beschreibt Andrei Slavuckij, der die Projekte von Ärzte ohne Grenzen in Kirgisistan koordiniert. "Viele Menschen, vor allem Angehörige der usbekischen Bevölkerungsgruppe in Osch, berichten, dass sie aus Angst vor Verhaftungen keine öffentlichen medizinischen Einrichtungen aufsuchen wollen."

Angesicht einer Atmosphäre aus Angst und Misstrauen zwischen usbekischen und kirgisischen Volksgruppen und durch die Präsenz von Bewaffneten in einigen Gesundheitseinrichtungen in Osch und deren Umgebung, ist der Zugang zu medizinischer Versorgung noch immer eines der Hauptprobleme. Die Angst, keine adäquate und unparteiische Behandlung zu erhalten, hält viele, die dringend Hilfe benötigen, davon ab, medizinische Einrichtungen aufzusuchen.

"In solch einem angespannten und unbeständigen Kontext rufen wir alle verantwortlichen Behörden dazu auf, die Neutralität medizinischer Einrichtungen zu bewahren. Es ist unabdingbar, dass jeder, der Behandlung braucht, diese auch bekommt - egal welcher Herkunft er ist", betont Bruno Jochum, Programmverantwortlicher in Genf.

Seit Beginn der aktuellen Krise hat Ärzte ohne Grenzen mit vier mobilen Kliniken in Osch und Jalalabad und der näheren Umgebung mehr als 1400 Konsultationen durchgeführt. Außerdem unterstützt die Organisation 25 Gesundheitseinrichtungen mit Lieferungen von Medikamenten und medizinischer Ausrüstung. Nach den extrem gewalttätigen Ausschreitungen im Juni stehen Tausende Menschen in Kirgisistan auch heute noch unter schwerem Schock. Der Bedarf an psychologischer Betreuung ist immens. Ärzte ohne Grenzen konzentriert sich daher zunehmend auch auf psychologische Hilfe.

Ärzte ohne Grenzen ist seit 2006 in Kirgisistan und behandelt Tuberkulosepatienten in Strafanstalten, darunter auch solche mit resistenten Formen der Krankheit. Gegenwärtig sind 45 Mitarbeiter im Land im Einsatz, 35 davon für die Versorgung der Opfer der jüngsten Gewalt.


Ärzte ohne Grenzen / Am Köllnischen Park 1 / D-10179 Berlin
office@berlin.msf.org / http://www.aerzte-ohne-grenzen.de
Spendenkonto: 97097 / Bank für Sozialwirtschaft / BLZ 370 205 00



Ärzte ohne Grenzen: Kirgisistan: Alle Volksgruppen müssen Zugang zu medizinischer Versorgung haben
Donnerstag, 22. Juli 2010


Ärzte ohne Grenzen / Spenden.net

Kirgisistan: Alle Volksgruppen müssen Zugang zu medizinischer Versorgung haben

Osch/Berlin, 20. Juli 2010. Fünf Wochen nach den heftigen Ausschreitungen im Süden Kirgisistans behandeln die dortigen Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen noch immer täglich Gewaltopfer. Noch beunruhigender als die stetige Aufnahme von Verletzten ist für die Teams jedoch, dass nicht alle Volksgruppen die gleichen Möglichkeiten haben, medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen.

"Jeden Tag behandeln unsere medizinischen Teams in den Krankenhäusern und mobilen Kliniken Patienten, die geschlagen oder sogar gefoltert wurden", beschreibt Andrei Slavuckij, der die Projekte von Ärzte ohne Grenzen in Kirgisistan koordiniert. "Viele Menschen, vor allem Angehörige der usbekischen Bevölkerungsgruppe in Osch, berichten, dass sie aus Angst vor Verhaftungen keine öffentlichen medizinischen Einrichtungen aufsuchen wollen."

Angesicht einer Atmosphäre aus Angst und Misstrauen zwischen usbekischen und kirgisischen Volksgruppen und durch die Präsenz von Bewaffneten in einigen Gesundheitseinrichtungen in Osch und deren Umgebung, ist der Zugang zu medizinischer Versorgung noch immer eines der Hauptprobleme. Die Angst, keine adäquate und unparteiische Behandlung zu erhalten, hält viele, die dringend Hilfe benötigen, davon ab, medizinische Einrichtungen aufzusuchen.

"In solch einem angespannten und unbeständigen Kontext rufen wir alle verantwortlichen Behörden dazu auf, die Neutralität medizinischer Einrichtungen zu bewahren. Es ist unabdingbar, dass jeder, der Behandlung braucht, diese auch bekommt - egal welcher Herkunft er ist", betont Bruno Jochum, Programmverantwortlicher in Genf.

Seit Beginn der aktuellen Krise hat Ärzte ohne Grenzen mit vier mobilen Kliniken in Osch und Jalalabad und der näheren Umgebung mehr als 1400 Konsultationen durchgeführt. Außerdem unterstützt die Organisation 25 Gesundheitseinrichtungen mit Lieferungen von Medikamenten und medizinischer Ausrüstung. Nach den extrem gewalttätigen Ausschreitungen im Juni stehen Tausende Menschen in Kirgisistan auch heute noch unter schwerem Schock. Der Bedarf an psychologischer Betreuung ist immens. Ärzte ohne Grenzen konzentriert sich daher zunehmend auch auf psychologische Hilfe.

Ärzte ohne Grenzen ist seit 2006 in Kirgisistan und behandelt Tuberkulosepatienten in Strafanstalten, darunter auch solche mit resistenten Formen der Krankheit. Gegenwärtig sind 45 Mitarbeiter im Land im Einsatz, 35 davon für die Versorgung der Opfer der jüngsten Gewalt.

Ärzte ohne Grenzen / Am Köllnischen Park 1 / D-10179 Berlin
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Ärzte ohne Grenzen: Jahresbilanz 2009
Donnerstag, 22. Juli 2010


Ärzte ohne Grenzen / Spenden.net

Jahresbilanz 2009: Einnahmen lagen über Erwartungen - Afghanistan: Diskussion um Kooperation mit Militär gefährdet humanitäre Hilfe

Berlin, 16. Juli 2010. Die deutsche Sektion von Ärzte ohne Grenzen hat im vergangenen Jahr 44,6 Millionen Euro eingenommen. "Befürchtete negative Auswirkungen der Finanzkrise sind ausgeblieben", sagte der Vorstandsvorsitzende Tankred Stöbe am Freitag bei der Jahrespressekonferenz in Berlin. "Unsere Einnahmen stiegen gegenüber dem Vorjahr sogar leicht an." Ausgegeben hat die Organisation 2009 insgesamt 42,9 Millionen Euro. Davon flossen 35,1 Millionen Euro direkt in die Nothilfe in 41 Ländern. Auch in Afghanistan ist das internationale Netzwerk seit Ende 2009 wieder aktiv. In unsicheren Kontexten wie diesen könne Ärzte ohne Grenzen nur völlig unabhängig und neutral arbeiten, betonte Stöbe. Forderungen nach engerer Kooperation zwischen zivilen Organisationen und Militär wies er entschieden zurück. Geschäftsführer Frank Dörner ging auf den Hilfseinsatz nach dem Erdbeben in Haiti Anfang dieses Jahres ein.

Mehr als die Hälfte der Afghanen hat keinen oder kaum Zugang zu einfachster medizinischer Versorgung. Die Mutter-und-Kind-Sterblichkeit ist erschreckend hoch. Das Kinderhilfswerk Unicef schätzt, dass auf 1.000 Lebendgeburten etwa 257 tote Säuglinge kommen. Ärzte ohne Grenzen hat im Oktober bzw. November vergangenen Jahres Projekte in Kabul und der Provinz Helmand eröffnet, nachdem die Organisation das Land nach einem gezielten Anschlag im Jahr 2004 verlassen hatte.

Die Rückkehr sei nur nach langen und intensiven Verhandlungen mit allen Konfliktparteien möglich gewesen, betonte Stöbe. "Um helfen zu können, müssen Organisationen wie Ärzte ohne Grenzen neutral, unparteiisch und unabhängig sein und auch so wahrgenommen werden. Kooperationen mit dem Militär und die Diskussion darüber gefährden unsere Sicherheit, unsere Arbeit und damit letztlich das Leben unserer Patienten." NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen und Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel hatten jüngst gefordert, zivile Organisationen sollten in Afghanistan mit militärischen Akteuren zusammenarbeiten.

Ein halbes Jahr nach dem schweren Erdbeben in Haiti sei erschütternd, wie wenig sich für die Betroffenen verbessert habe, so Dörner, der das Land in der vergangenen Woche besucht hat. Zwar könnten mittlerweile mehr Menschen medizinisch versorgt werden, noch immer aber litten viele Haitianer große Not. Von mehr als 200 ehemals bei den Vereinten Nationen registrierten medizinischen Nichtregierungsorganisationen seien heute nur noch wenige vor Ort.

"Die Kluft zwischen dem Enthusiasmus und den Hilfsversprechen der ersten Wochen und der Realität, die ich vor Ort sechs Monate später erlebt habe, ist riesig. Diese Herausforderung kann nur mit einem anhaltenden internationalen Engagement bewältigt werden", sagte der Arzt. Daher wird Ärzte ohne Grenzen auch in den kommenden Jahren vor Ort aktiv bleiben, während viele Organisationen ihren Einsatz in Haiti bereits beendet haben. Bis Ende 2010 plant die medizinische Organisation 89 Millionen Euro für die Direkthilfe in Haiti auszugeben.


Ärzte ohne Grenzen
Am Köllnischen Park 1
D-10179 Berlin
office@berlin.msf.org
http://www.aerzte-ohne-grenzen.de
Spendenkonto: 97097
Bank für Sozialwirtschaft
BLZ 370 205 00



Welthungerhilfe: Sechs Monate nach dem Erdbeben in Haiti
Dienstag, 20. Juli 2010


Welthungerhilfe / Spenden.net

Welthungerhilfe: Erfolgreiche Hilfe für Neuanfang
Zusagen müssen eingehalten werden

Bonn, 9.7.2010. Die Welthungerhilfe zieht sechs Monate nach dem Erdbeben in Haiti eine positive Bilanz ihrer bisherigen Arbeit. „Wir haben nicht nur die Opfer der Katastrophe erfolgreich beim Überleben unterstützt, sondern vor allem wichtige Grundlagen für einen Neubeginn im Land geschaffen. Tausende Haitianer erhalten bei der Beseitigung der Trümmer ein erstes Einkommen und können damit ihre Familien ernähren. In den ländlichen Gebieten werden wichtige Infrastrukturmaßnahmen wie der Bau von Bewässerungssystemen, die Reinigung von Kanälen und die Verbesserung von Straßen ins Hinterland durchgeführt. Wir haben den Betroffenen gezeigt, dass wir sie nicht im Stich lassen und auch langfristig unterstützen“, sagt der Generalsekretär der Welthungerhilfe, Wolfgang Jamann.

Die Welthungerhilfe setzt bei der langfristigen Hilfe für Haiti auf eine enge Zusammenarbeit mit einheimischen Partnerorganisationen und den lokalen Behörden, um die Selbsthilfekräfte im Land zu stärken. „Wir müssen die haitianischen Stellen beim Neuanfang konsequent einbinden. Nur so können wir Projekte anstoßen, die einen langfristigen Nutzen haben“, betont Jamann. Jedes neue Projekt der Welthungerhilfe wird in den Kommunen vorgestellt und durch lokale Mitstreiter begleitet.

Gleichzeitig fordert die Welthungerhilfe die internationale Gemeinschaft auf, die Zusagen einzuhalten, die auf der internationalen Geberkonferenz im März in New York gemacht worden sind. Die Vorbehalte gegenüber der haitianischen Regierung dürfen nicht dazu führen, dass dringend benötigte Hilfsgelder nicht ausgezahlt werden. „Wir müssen unser Wort, das wir den Opfern der Katastrophe gegeben haben, halten. Die Menschen glauben sonst, dass die Schecks nur für die Fernsehkameras ausgestellt worden sind“, kritisiert Jamann die zögerliche Einhaltung der gemachten Hilfszusagen. Bisher ist nur ein Bruchteil der zugesagten 10 Milliarden Dollar bereitgestellt worden.

Von der haitianischen Regierung verlangt die Welthungerhilfe eine schnelle Klärung der Landbesitzverhältnisse. Bisher steht immer noch nicht fest, an welchen Plätzen die Übergangssiedlungen für Flüchtlinge aufgebaut werden sollen. Auch in den ländlichen Gebieten werden Investitionen dadurch behindert, dass viele Besitzverhältnisse durch die staatlichen Stellen nicht geklärt werden.

Wir bitten um Spenden:

Welthungerhilfe
Kontonummer 1115
Sparkasse KölnBonn
BLZ 370 501 98



Die Welthungerhilfe ist eine der größten privaten Hilfsorganisationen in Deutschland. Sie leistet Hilfe aus einer Hand: Von der schnellen Katastrophenhilfe über den Wiederaufbau bis zu langfristigen Projekten der Entwicklungshilfe mit einheimischen Partnerorganisationen nach dem Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe. Seit der Gründung im Jahr 1962 wurden mehr als 5.900 Projekte in 70 Ländern mit 2 Milliarden Euro gefördert – für eine Welt ohne Hunger und Armut.


Weitere Informationen unter www.welthungerhilfe.de



DRK: Sechs Monate nach Haiti-Erdbeben: Situation für Opfer bessert sich langsamer als erhofft
Dienstag, 20. Juli 2010


Knapp sechs Monate nach dem Erdbeben auf Haiti am 12. Januar 2010 zieht das
DRK eine gemischte Bilanz. Die Arbeit im mobilen Rotkreuz-Hospital mit einem
300köpfigen Team aus internationalen Experten und lokalen Kräften hat die
Versorgung von bisher über 40.000 Patienten erfolgreich gesichert. Zudem
stimmte der haitianische Gesundheitsminister der Übernahme eines halb
zerstörten Krankenhauses in der Nähe zu, damit das Zelt-Hospital seine
Arbeit in festen Gebäuden und Neubauten fortsetzen kann. Der Wiederaufbau
verläuft dagegen schleppend.

Rotkreuz-Präsident Dr. Rudolf Seiters: „Wir sind froh, dass wir unser
mobiles Hospital nun auf Sicht in festen Gebäuden unterbringen können – das
ist wichtig zum Schutz vor Hurrikanen. Die Verhandlungen waren mühsam und
liefen seit Februar“. Von den Spenden in Höhe von 30 Mio. Euro investiert
das DRK zwei Drittel in Gesundheitsprojekte. Dazu gehört auch der Neubau
eines Krankenhauses als Ausbildungshospital. Das DRK dankt
Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel, der sich nach seinem Besuch in Haiti
Ende Mai bei der haitianischen Regierung für eine Lösung der Standortfrage
eingesetzt hatte.

Da auf Haiti behördliche Strukturen insgesamt noch immer nicht
funktionieren, muss das Rote Kreuz weiter Nothilfe leisten und Hilfsgüter
verteilen. Auch der Aufbau eines leistungsfähigen Wasser- und
Abwassersystems zum Schutz vor Seuchen geht nach Angaben des Internationalen
Roten Kreuzes nicht schnell genug. Haiti gehört mit Somalia und der
Demokratischen Republik Kongo zu den Ländern, die ihrer Bevölkerung kein
sauberes Wasser bieten können. Der Bau von Unterkünften durch das DRK für
1.000 Familien läuft nun zügiger, da auch hier die Frage der Grundstücke zum
Bau schlichter Holzhäuser mit Wellblechdach geklärt werden konnte.

Einen traurigen Verlust hat das Deutsche Rote Kreuz jedoch zu beklagen. Am
Donnerstag vergangener Woche verstarb im Hospital der Arzt und
Katastrophenhelfer Richard Munz. Der 57jährige war seit Jahrzehnten in
Krisen- und Katastrophenregionen im Einsatz. Das Rote Kreuz verliert mit ihm
einen engagierten Mitstreiter für die humanitäre Idee.




Ärzte der Welt: Haiti, 6 Monate danach
Montag, 19. Juli 2010


Ärzte der Welt / Spenden.net


HAITI, 6 MONATE DANACH


700 000 Menschen in Port au Prince leben immer noch in Zelten


Haiti 6 Monate danach6 Monate nach dem Erdbeben und zu Beginn der
Wirbelsturmsaison ist ein entscheidender Moment für den Wiederaufbau in
Haiti gekommen.
Zwar ist die sanitäre Lage unter Kontrolle, die Lebensbedingungen für die
Geschädigten von Port-au-Prince und dessen Umgebung (1,3 Millionen Menschen)
sind jedoch nach wie vor extrem schwierig. „Es wird immer schlimmer“:
Für viele bessert sich die tägliche Lage kaum, durch den Abbruch der
Lebensmittelverteilungen wird sie eher schlimmer.
Die haitianischen Behörden müssen daher schnell eine spürbare Verbesserung
herbeiführen – mit Hilfe der versprochenen, aber nur zögerlich ankommenden
Unterstützung durch die Vereinten Nationen und andere Staaten.


Die von der Internationalen Gemeinschaft versprochenen Gelder für ein
wirklich gerechtes Gesundheitssystem aufwenden


Bis zum heutigen Tag sind von den versprochenen 10 Milliarden nur einige
hundert Millionen tatsächlich von den Staaten und den Kreditgebern
überwiesen worden: Es wird höchste Zeit, dass die Versprechen gehalten
werden, es muss schneller gehen.

Die von der Internationalen Gemeinschaft bei der Geberkonferenz in New York
im März versprochenen 10 Milliarden Dollar müssen dazu verwendet werden, ein
gerechteres Gesundheitssystem zu finanzieren und einzurichten, gerechter in
Bezug auf die Kosten und auf Standorte in den ärmsten Vierteln, die am
schwierigsten zu erreichen sind. Einige der Kliniken, die im Rahmen der
Noteinsätze von MdM und anderen NGOs gegründet wurden, könnten daher zu
dauerhaften Bestandteilen eines neuen medizinischen Versorgungsangebots für
die Ärmsten der Haitianer werden.

Nach dem Erdbeben hat die haitianische Regierung die Kostenfreiheit der
medizinischen Versorgung für alle Bürger für 6 Monate erklärt. Im Moment
gewährt die angekündigte Maßnahme jedoch nur die Kostenfreiheit der
Medikamente bis Oktober. Durch die Rückkehr zu einem System der Bezahlung
für die medizinische Versorgung in den Hospitälern wird jedoch die Mehrheit
der Bevölkerung davon ausgeschlossen, insbesondere die Schwächsten, nämlich
Schwangere und Kinder unter 5 Jahren. Für diese Bevölkerungsgruppe muss die
Kostenfreiheit der medizinischen Versorgung auf jeden Fall gewährt und zu
einer dauerhaften Maßnahme des haitianischen Gesundheitssystems werden.


Anfällige Gesundheitssituation


Kein Ausbruch ansteckender Krankheiten, einige Fälle von Malaria und Typhus,
die diagnostiziert und behandelt wurden, die Impfung der Kinder und der
Säuglinge, die Erkennung und die Behandlung von leichter bzw. schwerer
Mangelernährung: Durch die von den NGOs, unter anderen MdM, durchgeführten
Aktivitäten konnten die negativen Einwirkungen der Katastrophe auf die
Gesundheit begrenzt werden.

Dadurch konnten auch Tausende von Haitianern zum ersten Mal wirklich
medizinisch versorgt werden. Vor dem Erdbeben hatten etwa 60 % der
Bevölkerung keinen Zugang zu medizinischer Versorgung. Zurzeit werden von
den MdM-Teams in 10 provisorischen Zeltkliniken in den ärmsten Vierteln 5000
Sprechstunden pro Woche abgehalten. Es ist nach wie vor schwierig, Kranke
zur Behandlung in ein Hospital zu überweisen und die Transfers innerhalb der
verschiedenen Abteilungen in den Hospitälern sind äußerst kompliziert.

MDM-Daten: 10 Kliniken, 123 000 Behandelte, bis zu 112 000 abgehaltene
Sprechstunden seit Anfang Januar, 20 000 davon im Bereich
Reproduktionsmedizin.


Verbesserung der Lebensbedingungen: Zuwenig, zu langsam


Die Lebensbedingungen der 1,3 Millionen Geschädigten sind nach wie vor
Krankheiten fördernd. Die behandelten Patienten kehren in ihre Zeltstädte
zurück, in denen keine Lebensmittel verteilt werden und wo der Zugang zu
Trinkwasser schwierig ist; zudem regnet es immer häufiger.

Die medizinischen Teams sind machtlos und frustriert, in der Bevölkerung
breiten sich Verständnislosigkeit und Wut aus: 6 Monate danach gibt es kein
umfassendes Projekt zur Verbesserung der Lebensbedingungen. Das Vorhaben der
Einrichtung neuer, von der Hauptstadt weit entfernter und ungeeigneter
Umsiedlungslager wurde aufgegeben, andere Lösungen wurden jedoch nicht
vorgeschlagen.

Die in 400 Lagern untergebrachte Bevölkerung erhält keine oder nur wenige
Informationen über eine eventuelle Rückkehr in Häuser, die als bewohnbar
angesehen werden. Es sollte möglichst bald eine Mitteilung an Alle ergehen,
damit diejenigen, die dazu in der Lage sind, in ihre Wohnstätten zurück
kehren können. Solidere provisorische Unterkünfte müssten viel schneller
errichtet werden. Ende Juni waren erst 3 000 Unterkünfte dieser Art gebaut
worden.


„Wir können es nicht vergessen“: Der Schock wirkt immer noch nach


In allen 10 MdM-Standorten werden mehrmals pro Woche Gesprächsgruppen für
Erwachsene, Workshops für Kinder und Einzelgespräche organisiert. „Jeden
Morgen kommen Patienten mit imaginären Krankheiten zu mir“, berichtet Doktor
Emanuela, „der Untersuchung nach haben sie offensichtlich nichts, aber wenn
man nachfragt, sagen sie, dass sie nicht schlafen, nicht essen, und dass sie
die 52 Sekunden des Erdbebens immer wieder durchleben. Ich rate ihnen, zu
einem Psychologen zu gehen oder an einer Gesprächsgruppe teilzunehmen.“

Erzählen, wie das Erdbeben war, jede Einzelheit ausführen, wie man es
überlebt hat, die Verstorbenen, in vielen Fällen gibt es keine Leichen:
Vielen der Teilnehmer gibt die Gesprächsgruppe zum ersten Mal Gelegenheit,
Fremden zu schildern, was sie erlebt haben. Der Schock kommt erst nach
einigen Monaten zum Ausdruck. Sie sagen alle: „Wir können es nicht
vergessen. Wir können es nur der Vergangenheit zuordnen.“ Sie schildern ihr
Leid, mit dem täglichen Leben zu recht zu kommen. „Ich bin nicht mehr
normal. Ich kann nicht, überhaupt nicht, wieder so sein wie zuvor.“

Spielen, zeichnen, singen: Seit April haben 6000 Kinder an den
Sozialerziehungsworkshops teilgenommen. Die Bilder sind eindeutig: Ein bunt
gemaltes zerstörtes Haus und eine Hand, die aus den Trümmern ragt; der
kleine Junge hat den Tod seiner Mutter bei dem Erdbeben dargestellt. Der
Kinderworkshop von MdM endet mit einem Lied gegen Gewaltanwendung, alle
singen: „Verletzt die Blume nicht, lasst den Schmetterling frei und
glücklich, verletzt nicht das Kind.“

Nach einigen Monaten des Lebens in Zelten, wo die Lage durch die Beengtheit
und die Unsicherheit sehr schwierig ist, nehmen die Fälle von Gewalt und
besonders von sexueller Gewalt in mehreren der Lager, in denen MdM aktiv
ist, zu. Die Opfer sind meist Frauen, aber auch Kinder. 6 Monate danach
steckt der Schock noch tief, die Menschen sind verängstigt: Die
psychologische Behandlung muss über die erste Notbehandlung hinaus weiter
gehen. Dieser Teilbereich muss in die Wiederaufbaupläne des haitianischen
Gesundheitssystems integriert werden.


Finanzielle Aspekte


MdM France hat 5,8 Millionen Euro gesammelt: Privatspenden 5,2 Millionen,
öffentliche Subventionen 660 000 Euro, davon sind 300 000 von ECHO
(Europäische Kommission). MdM France hat in der ersten Dringlichkeitsphase
in 6 Monaten 3,1 Millionen Euro ausgegeben. MdM ist seit über 20 Jahren im Land aktiv und engagiert sich für mehrere Jahre im Wiederaufbau des Zugangs
zur medizinischen Versorgung in Haiti. Das internationale Netzwerk von MdM hat insgesamt 10,8 Millionen Euro erhalten.



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Aktion Deutschland hilft: Vergessener Notruf
Montag, 28. Juni 2010


Fatima
Aktion Deutschland hilft / Spenden.net

Vergessener Notruf:

Im aktuellen Entwicklungsindex der Vereinten Nationen nimmt Äthiopien den 169. und Eritrea den 157. Platz ein (bei insgesamt 177 Ländern) – damit gehören die beiden Staaten zu den ärmsten Ländern der Erde. Durch Armut, Hunger und Chancenlosigkeit nehmen Gewalt und Kriminalität zu, ebenso der Drogenkonsum. Die AIDS-Rate in Äthiopien ist die dritthöchste in Afrika und eine der höchsten weltweit; fast die Hälfte der Bevölkerung Äthiopiens ist unterernährt. Zudem lähmt der jahrelange Grenzkonflikt die Entwicklung beider Länder.



Aktion Deutschland Hilft vor Ort:

AWO International engagierte sich in Zusammenarbeit mit dem Eritrea-Hilfswerk für Kinder in Eritrea: An ein Heim, das vor allem ehemalige Straßenkinder aufnimmt, wurden Spielsachen übergeben und das „Orolta National Pediatric Hospital“ wurde mit Medikamenten versorgt.

Die Marburger Hilfsorganisation Terra Tech verteilt gemeinsam mit einer eritreischen Partnerorganisation bis Ende Februar 2009 rund 160 Tonnen Hochenergie-Nahrung an unterernährte Kinder unter fünf Jahren, sowie an schwangere und stillende Frauen. Die Kinder werden vorher gewogen und ihr Gewicht in einer Patientenakte dokumentiert. Dabei wird auch der allgemeine Gesundheitszustand der Kinder festgestellt und die Mütter erhalten wertvolle Informationen zu Ernährung und Hygiene. Terra Tech engagiert sich seit 1999 in Eritrea.

Nach fast zwei Jahren Bauzeit weihte das Hammer Forum Mitte April 2008 einen neuen OP-Trakt in Asmara (Eritrea) ein. Damit können Kinder zukünftig noch besser versorgt werden. Bereits seit 2001 betreibt das Hammer Forum die einzige Fachstation für Brandverletzte in Eritrea. Kinder aus dem ganzen Land kommen hierher, um medizinisch versorgt zu werden. Und häusliche Unfälle mit offenem Feuer oder Kerosinkochern kommen häufig vor, da die Landbevölkerung keinerlei Zugang zu Strom hat.


Fatima Abdi Haile ist eine starke Frau. Eine starke Frau aus der Somali-Region in Äthiopien, deren Schicksal es ist, eine der Ärmsten unter den Armen zu sein. Fatimas unbändiger Wille zum Überleben lässt sie kämpfen – auch wenn ihr fast alles genommen wurde, was einmal ihr Leben war.



Doch der Reihe nach: Kurz nach dem Tod ihres Ehemanns Ahmad verließ Fatima ihre Heimat Kayane Kebele, einen Distrikt von Adadle, um sich auf die Suche nach Holz, Wasser und Nahrung zu begeben. Tagelang irrte sie umher. Immer mit dem Ziel, das Überleben ihrer sechs Kinder zu sichern, drei Töchter sowie drei Söhne. Da Fatima keine Verwandten hat, die während ihrer Abwesenheit auf die Kinder aufpassen könnten, musste sie ihren Nachwuchs alleine zurücklassen. In einem „Tukul“, einer notdürftig errichteten Hütte, mit Plastikplanen zusammengehalten, im Innenraum wenig mehr als einige schmutzige Töpfe und alte Asche. Fatimas Suche nach lebensrettenden Gütern blieb oft erfolglos. Es fehlte an Nahrung, es fehlte an Trinkwasser, es fehlte an medizinischer Versorgung. Es fehlte an allem. Eine Tatsache, die für die drei Söhne Mahamad, Omer und Faysal und später auch für die Tochter Kadijo das Schlimmste bedeutete – den Tod.



„Meine wertvollen Kinder starben eins nach dem anderen“, sagt die verzweifelte Mutter. „Ich fühlte, dass ich etwas tun muss, um die überlebenden beiden Mädchen zu retten.“ Vollkommen verzweifelt und durch eine Krankheit geschwächt, klammerte sie die kleine Lul und die achtjährige Nour an sich, um in die nächste Stadt zu laufen, Gode City, und das ohne feste Nahrung, nur mit schmutzigem Wasser.



Als ein Team von ADRA Fatima zum ersten Mal besucht, zeigen sich die Mitarbeiter trotz jahrelanger Erfahrungen erschüttert. Vor ihnen sitzt eine total entkräftete Frau, die verzweifelt versucht, durch Betteln ihre Kinder zu ernähren. Aber Fatima hat kaum mehr Hoffnung – sie will nicht resignieren, aber die trostlose Situation und ihre Kraftlosigkeit überwältigen ihre Gefühle. Fatima, die starke Frau, versinkt in Depressionen. „Als wir wieder gingen, waren wir sprachlos“, sagt ADRA-Mitarbeiterin Marija Siriski. „Wir können Fatima, Lul und Nour mit Nahrungsmittel versorgen – aber endgültige Antworten auf ihre Leiden haben wir nicht.“



LandsAid: Hilfe für 6.000 Menschen
Freitag, 25. Juni 2010


LandsAid e.V.
LandsAid / Spenden.net

Sehr geehrte Damen und Herren,

seit Januar hat die humanitäre Hilfsorganisation LandsAid e.V. in Haiti über 17.617 Patienten versorgt. (Stand: 5. Juni 2010).

Knapp 30 Ärzte und Krankenschwestern aus Deutschland hat sie inzwischen in die Hauptstadt Port au Prince entsendet.

In mobilen Kliniken arbeiteten die medizinischen Teams an bisher fünf Standorten. Die Arbeit der Teams wird zunächst bis Ende September verlängert.

Sollten die dafür benötigten Gelder zusammenkommen, sogar bis Ende Dezember.

Seit 15. Juni versorgt LandsAid nun auch die Kranken einer Zeltstadt. Hier leben 5.749 Menschen unter extremen Bedingungen: Seit Monaten sind sie nahezu ohne medizinische Versorgung, es mangelt an Trinkwasser und Nahrung. Allein am ersten Tag behandelten die Mediziner von LandsAid ca. 90 Kinder unter 5 Jahren.




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Spenden-Siegel-Bulletin Das Spenden-Siegel-Bulletin listet von A-Z die Organisationen auf, denen das DZI Spenden-Siegel zuerkannt wurde. Das Bulletin wird zweimal im Jahr aktualisiert.
Informationen rund um das Thema Spenden hat auch die ZDF-Redaktion zusammengestellt.
 
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